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Projekt

Hinter dem Namen „Kinderzentrum Peters“ verbirgt sich eine Einrichtung, die verwaisten Mädchen und Buben ein Obdach, Nahrung und Geborgenheit sowie eine grundlegende Schulbildung geben will. Auf 4000 Quadratmetern Grund sind bereits die ersten Gebäudeteile errichtet, fünf Kinder und ihre Betreuer eingezogen. Wie schnell es mit Erweiterungsbauten weiter gehen kann, ist eine rein finanzielle Frage. Je mehr Spenden eingehen, desto zügiger wird es vorangehen. Für die sinnvolle Verwendung der Gelder verbürgen sich nicht nur Brigitte Peters und der Verein Tamatogo mit Sitz im bayrischen Geisenfeld. Vor Ort im togolesischen Yogon, einem Ortsteil der Stadt Lomé (Togo, Westafrika), ist ein Partnerverein entstanden, dessen Vertreter den Bau und die Führung des Heimes in enger Rücksprache mit ihren deutschen Partnern beaufsichtigen. Das Projekt steht zudem unter dem besonderen Schutz des örtlichen Bürgermeisters und hat mit der togolesischen Ministerin für soziale Angelegenheiten, Bourama Mémounatou, eine prominente Fürsprecherin gewonnen.

PÄDAGOGIK im ALLTAG
Vom Grundstein bis zur ersten Mahlzeit – Pädagogik als ganzheitliches Konzept

Wo es keine moderne Infrastruktur gibt, wo es an schulischen Strukturen fehlt und wo Gelder knapp sind, ist nicht nur ein besonderer Pioniergeist gefragt. Es gilt auch in jedem Schritt, den ein Projekt voranschreitet, die Chancen auf Bildung und Nachhaltigkeit zu entdecken. Ganz konkret heißt das für das Kinderzentrum Peters: In jeder Phase des Baus werden nicht nur die hier betreuten Kinder sondern möglichst viele Jugendliche aus der Umgebung mit eingebunden und geschult – als Hilfe zur Selbsthilfe. Beginnend bei der Rodung, in deren Verlauf ihnen erfahrene ältere Helfer zeigten, wie man sinnvollen Erosionsschutz betreibt. Es folgte die Herstellung des Baumaterials (siehe Fotos). Die jungen Männer lernten direkt auf der Baustelle, wie man Ziegel aus heimischem Sand und Zement herstellt, sie in der Sonne trocknet und wie man sie später richtig einsetzt. Mit ihren Kenntnissen werden die „Azubis“ auf der Suche nach einem Job nun Vorteile haben. Eifrig packten sie beim Brunnenbau (siehe Fotos), der das Zentrum bei der Wasserversorgung autark macht, mit an – eine lebenswichtige „Lerneinheit“ in einem afrikanischen Land. Inzwischen ist auch der Gemüsegarten angelegt. Welche Pflanzen wie zu hegen sind und wie man ein gesundes Mittagessen bereitet, auch das lernten die Jugendlichen ganz nebenbei. Für jene Waisen, die hier leben werden, wird die Pflege des „grünen Klassenzimmers“ zur täglichen Routine gehören (siehe Fotos).

Und weil die Sonne in Togo zu den zuverlässigsten Energielieferanten gehört, produziert eine Solaranlage aus Bayern (gespendet von der Firma Almeco Solar) den Strom für den Eigenbedarf. „Wir erläutern die Vorteile dieser Art der Energiegewinnung und hoffen, dass sie langfristig Schule macht“, so Brigitte Peters. Denn mit Holz befeuerte Herdstellen tragen zur Zerstörung wertvoller Pflanzenbestände bei und die mancherorts üblichen Dieselgeneratoren sind nicht nur extrem teuer sondern schaden  ebenfalls der Umwelt. Bleiben noch die Sanitäranlage zu nennen, die als nächstes Ziel in Angriff genommen werden (siehe Fotos) – denn Hygiene ist ein wichtiger Punkt auf dem Lehrplan.

Den Horizont erweitern:
Bildung heißt nicht nur in einer geschützten Umgebung angstfrei lernen. Bildung bedeutet auch: das eigene Blickfeld erweitern, die gewohnte Welt verlassen und ein wenig Abenteuerluft schnuppern. Deshalb stehen Ausflüge schon jetzt auf dem Stundenplan des Kinderzentrums. Eine Fahrt zum Meer etwa (siehe Fotos), das – obwohl so nahe gelegen – für viele ein ungewohnter oder gar gänzlich unbekannter Anblick ist. Wer kein Auto besitzt und sich den Bus nicht leisten kann, für den sind eben auch wenige Kilometer schon eine Herausforderung, die man nicht ohne Grund auf sich nimmt.

Zu den ganz besonderen Höhepunkten für „unsere“ Kinder zählte im vergangenen Jahr der Besuch im Ministerium der Republik in der Hauptstadt – auf Einladung der Regierung. Mit diesem einzigartigen Weihnachtsgeschenk legten die Gastgeber den emotionalen Grundstein für das Interesse an Politik (siehe Fotos).

Foto: Copyright © Tamatogo e.V.

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